Nachtrag: Letzter Bericht Teil 9 – „Von Mara Mures nach Suceava“

•13/09/2019 • Schreibe einen Kommentar

Am Abend des 11.September mache ich mich startklar für den Zug, der um 23.15 von Vatra Dornei nach Cluj Napoca fährt – dort muss ich um 7 Uhr morgens das Flugzeug nach Dortmund nehmen. Es ist kalt geworden – nachmittags war es noch 26 Grad und sehr sonnig und jetzt sind die Temperaturen auf 13 bis 15 Grad gesunken. Das ist aber normal hier, weil der Ort von Bergen umgeben ist. Frierend gehe ich zum Bahnhof und positioniere mich in einem Eck im Warteraum. Es dauert nicht lange, der Zug fährt ein und ich steige ein. Ich bin überrascht, eigentlich habe ich einen klapprigen alten Zug erwartet, aber der sieht neu aus, schöne Sitze und Abteile, gleich finde ich einen Platz gegenüber von einem jungen Mann mit Kopfhörern und Smartphone in der Hand. Immerhin dauert die Fahrt fast 4 Std., da ist es wichtig, wo man sitzt –  ich bin gelassen, ich habe eine innere Ruhe, ich weiß, dass Gott immer meine Sitznachbarn für mich ausgesucht hat. Ich weiß nicht, ob ich versuchen soll zu schlafen – hm, nein, ich packe mein Brot aus und fange an zu essen. Da nimmt der junge Mann seine Hörer ab und spricht mich direkt an – es entwickelt sich eine rege Unterhaltung in Englisch: Er ist Student der orthodoxen Theologie, gerade mal 21 Jahre alt und studiert schon 3 Jahre. Interessant denke ich mir und da er ein sehr guter Zuhörer ist, lege ich los, von meinem Glauben zu erzählen. Zu meiner Verwunderung stellt sich heraus, dass er wiedergeboren ist und alle Einzelheiten des Glauben gut versteht. Als 14- Jähriger war er allein, verzweifelt und weinend in der Kirche und plötzlich spürte er, wie innerlich Gott zu ihm spricht, ihn tröstet und ihm Mut zuspricht, dass er nicht alleine sei, sondern sein Himmlischer Vater ihm beistehe. Ein Strom der Liebe durchflutet ihn und überwältigt von dieser wunderbaren Erfahrung geht er aus der Kirche und möchte jeden umarmen.
Er erzählt mir, dass er im Laufe der folgenden Jahre noch zwei richtungsweisende Träume bekommt, die ihm den Weg weisen und ihn ermutigen Theologie zu studieren. Angekommen an der Fakultät für orthodoxe Theologie an der Universität in Cluj Napoca beginnt er nun zum ersten Mal die Bibel zu lesen und ist überwältigt, wie klar und deutlich Gott durch das Wort zu ihm spricht.

Unsere Unterhaltung hat einen Höhepunkt erreicht und ich fahre fort über Jüngerschaft und Gaben zu sprechen, bis wir beide merken, dass wir vor Müdigkeit um 3 Uhr morgens keine Konzentration mehr haben und uns ein paar Minuten schlafen legen. Am Bahnhof angekommen fahren wir zusammen zum Studentenwohnheim, wo er aussteigt und ich fahre weiter bis zum Flughafen.

Im Flugzeug sitze ich neben einer Frau die etwa Mitte 40 ist und englisch spricht – aber ich habe keine Lust zu reden, ich möchte nur schlafen. Das versuche ich die nächsten eineinhalb Stunden zu machen. Als die Ansage der Stewardess kommt, dass das Flugzeug in 20 Minuten in Dortmund landen wird, fühle ich ein Drängen die Frau neben mir doch noch anzusprechen. Auf ihr Nachfragen hin erzähle ich über meine Reise, meine Absichten und meinen Glauben. Es stellt sich heraus, dass sie die Frau eines Pastors ist – halleluja, wie schön. Sie lädt mich ein, im nächsten Jahr in Cluj in ihre Gemeinde zum Predigen kommen und kontaktiert ihren Mann der ganz hinten im Flieger sitzt – wir sitzen vorne. Am Ausgang sprechen wir uns noch kurz ab – ich freue mich, eine neue Einladung, die Reise für nächstes Jahr nach Rumänien ist damit doppelt bestätigt – ich werde die Gemeinde und den Studenten besuchen, so Gott das für mich möglich macht. Amen.

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Von Mara Mures nach Suceava im September 2019 Teil 8

•12/09/2019 • Schreibe einen Kommentar

Auf den Weg Richtung Stadtmitte treffe ich zwei junge Pärchen die hier Urlaub machen, es entwickelt sich ein sehr gutes Gespräch. Ich Stelle mich vor als Live-Coach. Wir sprechen über die Situation in Europa, die einen Fortreisen kann Am Ende empfehle ich Christus und die Bibel als Fundament Andere als in Deutschland nehmen sie das wohlwollend auf.
Weiter unten Frage ich eine 28-jährige Frau nach der Geschichte des Casinos und des Bades – es entwickelt sich ein sehr gutes Gespräch, sie ist offen für Gott, Buch verweise sie an M. mit den wir tags vorher sprachen.

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Von Mara Mures nach Suceava im September 2019 Teil 7

•11/09/2019 • Schreibe einen Kommentar

Heute war wieder super, hatte ich nicht so erwartet. War echt eine Überraschung. Emil erinnerte mich Gestern an eine Frau, die wir vor zwei Jahren am Friedhof getroffen hatten, auf der Suche nach einem Grab meiner Vorfahren. Sie gab uns einen Hinweis, dem sind wir erst jetzt nachgegangen – gestern Abend und heute um 11 Uhr – war ich an ihrem Haus, um mit ihr zu sprechen – leider keiner da. Ich entschloss mich im Hof, im Schatten zu warten und das Internet zu pflegen und meine Hausaufgaben zu machen.
Endlich, um 13 Uhr kommt sie schließlich, begrüßt mich nett, 1.80 groß, 69 Jahre alt – sie hätte keine Angst vor Männer, sagt sie. Dann unterhalten wir uns angeregt 3 Stunden, sie lässt mich nicht gehen, bevor ich nicht mit ihr gegessen habe (ich erinnere mich an die Person des Friedens aus Lk.10). Zum ersten mal esse ich Saumagensuppe (iiiiih) und denke
dabei an Helmut Kohl – ich kaue nicht schlucke alles einfach runter – dazu serviert sie mir ein halbes Glas Zwetschgenschnaps und es gibt noch richtigen Speck mit Salami, Senf und Brot (ich hoffe, dass mein Magen durchhält, da ich keine Galle mehr habe, evtl. hilft ja der doppelte Schnaps. Dann serviert sie endlich den dritten Gang Sarmale, meine Lieblingsspeise, super. Wir haben eine tolle Unterhaltung,
Sie ist Witwe, ihr Mann ist vor drei Jahren verstorben (endlich mal ein Mann im Hause denkt sie wahrscheinlich).
Sie ist streng katholisch, hat einen Marienkettchen, glaubt aber nicht an ein Leben nach dem Tod. Ich erinnere sie an ihr Glaubensbekenntnis und sie wird nachdenklich, Immerhin haben wir vor dem Essen gebetet – und ich bat Gott um eine gute Verdauung, alles hat super geklappt mit meinem Magen.
Zum Abschluss gibt’s noch ein Gruppenfoto …. das war was …Nächstes Jahr komme ich wieder sage ich, dann.
Achja, sie sagte dass sie Veronika Schuttie noch kannte, sie starb 1984, der Mann wohl schon im Krieg. Sie hatte nur eine Tochter, Ana Cepanariu, wo ihr Mann und eventuell Kinder abbieben wusste nicht, hatte sie nie gesehen.

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Von Mara Mures nach Suceava im September 2019 Teil 6

•10/09/2019 • Schreibe einen Kommentar

Gestern, 10.9. hatten wir am Nachmittag ein Treffen mit Orest, einem 80-jährigen Vatra Dornei er, der direkt an der Bistritz wohnt. Haben ihn im Glauben gestärkt und ermutigt, da er an seinem Heil zweifelte. Im Gebet haben wir auch in Heilung für sein kaputtes Knie gebetet.
Danach war es auch super – hatten ein starkes Treffen mit M. im Casa Bukowinea. Er hatte im letzten Jahr, als Mitarbeiter in seiner Gemeinde ein starkes Mobbing durch seinen Pastor und die Ältesten erlebt, hat sich gedemütigt und weiß trotzdem, dass der Herr mit ihm ist. Er leitet jede Woche ein überkonfessionelles Treffen mit Jugendlichen.
An Abend um 11 Uhr hat sich Emil mit dem Zug auf den Weg gemacht nach Ribni Cuvilcha (so ähnlich) zu den Schwiegereltern seiner Tochter.

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Von Mara Mures nach Suceava im September 2019 Teil 5

•09/09/2019 • Schreibe einen Kommentar

Angekommen in Vatra Dornei flanieren wir durch den Kurpark und suchen die Quelle, wo alles hier im 19 Jhdt. anfing und Kaiser Franz Joseph (KuK Monarchie) das Kurbad 1870 eröffnete – das waren Zeiten …. Dort beteten wir.
Am nächsten Tag entscheiden wir uns, mit dem Sessellift den höchsten Berg der Umgebung zu „bezwingen“.
Um 13 Uhr treffen wir dann Mihai unseren Karpatenmissionar aus Farcasa in der Villa Musetti, einem Hotel, dessen Eigentümerin Donna Rodica sich durch Mihais Bemühen und Gottes Gnade zum Glauben kam. Wir sitzen bis 5 Uhr zusammen, Mihai hat noch einen interessanten Bruder aus Suceava eingeladen.

Danach besuchen wir Corneliu, den Gemeindeleiter der A. Gemeinde. Seine Frau hat Sarmale gemacht, … mmh lecker. Und ich überreiche ihm mein neues Buch. Wir unterhalten uns sehr gut über die Endzeit, ein amerikanischer Pastor ist auch dabei.

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Von Mara Mures nach Suceava im September 2019 Teil 4

•08/09/2019 • Schreibe einen Kommentar

Wir hatten eine wunderbare Fahrt von Oberwischau in Mara Muresch nach Vatra Dornei in Suceava. Wir fuhren durch das Rodna Gebirge der Ostkarpaten über den Prislop Pass. Hier gibt es noch Gold, Kupfer und Mangan- Bergwerke. Nordkarpaten.http://www.karpatenwilli.com/muntii04.htm
Auf dem Weg nach Vatra Dornei halten wir in Karlibaba, einer Stadt, die vor dem Krieg mehrheitlich von Deutschen bewohnt war. Wir treffen noch einen Deutschstämmigen dort, der uns einiges zeigt und erklärt.
Danach fahren wir weiter nach Borsa, wo wir den Anfang einer Trachtenfeier erleben.

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Von Mara Mures nach Suceava im September 2019 Teil 3

•07/09/2019 • Schreibe einen Kommentar

Am Samstag Abend, zurück von unserer Tour durch’s Wassertal treffen wir wieder Fredi, meinen Gastgeber in einem Restaurant. Er ist nicht nur Friseurmeister und Trainer, sondern studiert auch noch nebenbei Journalismus in Erlangen und in Cluj Napoca. Die Geschichte u. Kultur der Zipser liegt im sehr am Herzen und er will es mit dem Journalismus verbinden. Am späten Abend kommt seine Freundin noch dazu.
Zu unserer Überraschung stellen wir fest, dass er dem Reich Gottes sehr nahe ist und den Eintritt sucht, was wir ihm sehr gut erklären können.

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